Stephan Suter, 29. Mai 2026
Die Sihlhölzlibrücke in Zürich soll saniert und für den Fuss- und Fahrradverkehr verbreitert werden. Um die Bauarbeiten mit einer temporären Furt durchzuführen, werden Abflusskapazitätsberechnungen benötigt, um die minimale Schutzkote der Furt zu bestimmen.
Die Sihlholzbrücke in Zürich wird verbreitert, um die Sicherheit der Fussgänger und Fahrradfahrer zu erhöhen. Dafür wird eine temporäre Zugangsrampe vom Stauffacherquai zur Sihl sowie eine Furt gebaut. Zudem werden für den Bau des Pfeilers und eines Widerlagers Spundwände in der Sihl eingesetzt. Gemäss den Vorgaben des AWEL muss für die Sihl ein freier Durchflussbereich gewährleistet werden, um den Abfluss sicherzustellen. Dieser kann frei oder mit durchlässigen Furtelementen ausgestattet sein.
Die Öffnungen und Furtelemente müssen zusammen eine Abflusskapazität (inkl. Mindestfreibord) von mindestens 40 m³/s sicherstellen. Dies entspricht etwa einem 5-jährlichen Abfluss und soll während den Bauarbeiten eine mit Baugeräten befahrbare und trockene Furt gewährleisten. Die entsprechende minimale Schutzkote wurde durch die TK CONSULT AG mittels numerischen Abflusssimulationen ermittelt.
Dazu wurde ein 2D-Modell mit einem hochaufgelösten Berechnungsnetz von der Staustufe Sihlhölzli oberhalb der Sihlhölzlibrücke bis zur Stauffacherbrücke erstellt. Brückenpfeiler, Furtelemente und Spundwände wurden anhand der Situationsplangeometrie ins Modell integriert.
Im Rahmen der Modellierung wurden die Wasserspiegelkoten, Energielinienhöhen und lokalen Energieverluste infolge von Verengungen und Erweiterungen bestimmt. Auf Basis dieser Analysen wurde eine Schutzkote (Wasserspiegelkote + Freibord) empfohlen. Zudem wurde eine hydraulische Beurteilung durchgeführt, um mögliche zusätzliche Verluste infolge der Anströmung von den Trennwänden der Furtelemente abzuschätzen.
MSc. Umwelt-Natw. ETH
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