20 Jahre Grundwassermodell Alpenrhein

Michael Ballmer, 9. Februar 2018

Seit 20 Jahren betreut und pflegt die TK CONSULT AG das Grundwassermodell Alpenrhein im Auftrag der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA).

Im Auftrag der Internationalen Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) wurde das Grundwassermodell Alpenrhein in den Jahren 1997 - 2000 von der Arbeitsgemeinschaft Grundwasserhaushalt Alpenrhein (Rudhardt + Gasser Ziviltechniker, Büro für Hydrogeologie Dr. Peter Angehrn AG, TK CONSULT AG) mit SPRING erstellt und kalibriert. In der Zeit von 2002 - 2017 wurde das Modell im Rahmen verschiedener Pflegeaufträge der IRKA oder deren Mitglieder verfeinert, verbessert, erweitert und neu kalibriert sowie für verschiedene Fragestellungen von öffentlichen und privaten Auftraggebern eingesetzt. Das Modell umfasst eine Fläche von 500 km². Innerhalb des Modellgebiets befinden sich insgesamt 73 Gemeinden, 10 in Liechtenstein, 25 in Vorarlberg, 14 in Graubünden und 24 in St.Gallen.

Die folgende Auflistung zeigt eine Auswahl von Projekten, bei denen das Grundwassermodell Alpenrhein erfolgreich eingesetzt werden konnte:

  • Notentlastungsräume Alpenrhein
  • Aufweitung Alpenrhein (Maienfeld/Bad Ragaz, Untervaz)
  • Gewässerentwicklungskonzept Bregenzerach
  • Kraftwerksprojekte Illspitz, Kapfwerk (Feldkirch), Lochau (Bregenz), div. Standorte Alpenrhein (LKW)
  • Berechnung der Zuströmbereiche für die bestehenden oder geplanten Grundwasserbrunnen Maienfeld, Malans, Neugüeter (Bad Ragaz), Sarganser Becken, Rheinau (Buchs), Lauterach, Hard, Bregenz, ...
  • Thermische Grundwassernutzung EPC Sargans, Plantahof Landquart, Blum Bregenz, Pfanner Lauerach, VKW Bregenz, ...
  • Thermische Modellierung im Rahmen des Energierichtplans Chur
  • S18 Bodensee Schnellstrasse
  • Seestadt Bregenz

Die folgende Auflistung zeigt die Einsatzmöglichkeiten des Grundwassermodells Alpenrhein:

  • Ermittlung des Einflusses von Revitalisierungs-, Aufweitungs-, Kraftwerks- und Hochwasserschutzprojekten an Gewässern
  • Thermische Modellierungen im Rahmen von geplanten Grundwassernutzungen
  • Fragestellungen im Zusammenhang mit der öffentlichen Wasserversorgung oder privater Brauchwassernutzung
  • Ermittlung der Auswirkungen von Bauwerken (Tunnel, Fundamente, Baugrubenentwässerung) und Ausarbeitung von Massnahmen

Für 2018 ist wieder eine Pflege des Grundwassermodell vorgesehen. Es geht dabei unter anderem um die Erstellung einer aktuellen Hochwasserkarte des Grundwasserspiegels, die für zukünftige Baubewilligungen von grosser Bedeutung sein wird.