Grundwassermodellierung im Rahmen der Inn-Revitalisierung

Michael Ballmer, 4. Juni 2018

Berechnung der Auswirkungen und Massnahmen der Inn-Revitalisierung in der Oberengadiner Gemeinde Bever

Flugaufnahme Talsohle Oberengadin (Plebani Ingenieur- und Vermessungsbüro Zuoz, April 2015)

Im Rahmen einer Gewässerrevitalisierungplanung ist es wichtig, neben den ökologischen, flussbaulichen und morphologischen Aspekten, die Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt zu berücksichtigen. Durch Veränderung der Sohlenlage, der benetzten Flussbreite, der Wasserspiegellage und ggf. auch der Durchlässigkeit der Gewässersohle wird der Wasseraustausch zwischen Oberflächengewässer und Grundwasserleiter beeinflusst. Dies kann im Nahbereich zu einem unerwünschten Anstieg oder Absinken des Grundwaserspiegels führen.

Bei der Planung der 2. Etappe der Inn-Revitalisierung in der Oberengadiner Gemeinde Bever, die in den kommenden Monaten realisiert wird (https://www.innauen.ch/), wurden die Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt auf Basis des von TKC neu kalibrierten 3D Grundwassermodells Oberengadin bewertet. In Zusammenarbeit mit den Planern (Eichenberger Revital, Hunziker, Zarn + Partner, ecowert) und dem Hydrogeologen (Sieber, Cassina + Handke) wurden zusätzlich Massnahmen zur Regulierung des Grundwasserspiegels erarbeitet.

Flurabstand, Isohypsen des Grundwasserspiegels und Art des Wasseraustauschs zwischen Grundwasserleiter und Oberflächengewässer
Flurabstand, Isohypsen des Grundwasserspiegels und Art des Wasseraustauschs zwischen Grundwasserleiter und Oberflächengewässer.