Hochwasserschutz Glarus

Michel Kuhlmann, 09. Nov. 2018

Analysen zum Überlastfall am Escherkanal - 1D & 2D Abflussmodellierung

Schwachstellenanalyse: Überflutungen bei unterschiedlichen Abflüssen mit DOM-Hillshade Karte.

Der Kanton Glarus beauftragte das Konsortium Scherrer AG, WSL, TK CONSULT AG zur Analyse des Überlastfalls EHQ am Escherkanal.

Die Studie gliederte sich in drei Teilprojekte: Die Scherrer AG entwickelte über 1'000 Niederschlagsszenarien mit unterschiedlicher Dauer, Intensität und Lokalität. Diese Szenarien wurden von der WSL mittels Niederschlags-Abfluss (NA) Modellierungen in Zuflussganglinien der Linth umgewandelt.

Die TK CONSULT AG führte anschliessend hydrodynamische 1D/2D Modellierungen durch. Dabei wurde eine Gewässerlänge von 24 km (1D) bzw. 19 km (2D) mit 10 Kleinkraftwerken modelliert. Die Validierung erfolgte anhand des Hochwasserereignisses 2005, welches gut widergegeben werden konnte. Auf Basis des validierten Modells wurde einerseits eine 2D-Schwachstellenanalyse durchgeführt sowie ein Ensemble von 36 (1D) und 8 (2D) Niederschlags-Abfluss-Szenarien simuliert.

Die Studie lieferte Aussagen zur Dämpfung der Hochwasserspitze aufgrund der Ausuferungen entlang der Glarner Linth sowie Aussagen zum maximal möglichen Abfluss am Eintritt Escherkanal.

Auszug
Auszug Überflutungskarte Schwachstellenanalyse - Überflutungsfläche farbcodiert gemäss Abfluss in Mollis.